Mein Arbeitsplatz

Für den Kraftstoff der Zukunft

Anna Wölfel-Juretzko (33) ist Chemikantin bei Ineos Paraform in Mainz.

Andreas Reeg

»Jeder Tag ist anders. Man weiß nie, was kommt.«, sagt Anna Wölfel-Juretzko
30.05.2018
  • Von: Isabel Niesmann

Bei 40 Grad plus in der Sonne oder bei zehn Grad minus im Winter – ich bin bei jedem Wetter an der frischen Luft. Das macht mir nichts aus. Ganz im Gegenteil: Das ist das Schöne an meinem Beruf. Denn in der Formaldehyd-Anlage bei der Ineos Paraform GmbH gibt es viel zu tun, zu überwachen und zu kontrollieren – und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Deshalb arbeite ich auch im Drei-Schicht- System.

Seit 2001 bin ich bei Ineos Paraform als Chemikantin tätig. Obwohl ich die naturwissenschaftlichen Fächer früher in der Schule gar nicht so gerne mochte, macht mir mein Beruf sehr viel Spaß. Ich bin in Mainz geboren und aufgewachsen, hier habe ich auch meine Ausbildung gemacht und bin danach geblieben. An meinem Beruf mag ich, dass jeder Tag anders ist. Man weiß nie, was kommt; es ist sehr abwechslungsreich. Das liegt daran, dass wir Chemikanten den kompletten Herstellungsprozess von Formaldehyd und seinen Folgeprodukten betreuen. Dazu gehört auch synthetischer Diesel. Wir sind alle in allen Bereichen tätig. Das macht es so spannend.

Tätig bin ich in der gesamten Anlage. Das sind hauptsächlich drei Einsatzorte: die Verladung, der Stellraum und die Messwarte. In der Messwarte überwache ich die Produktion und kontrolliere und bediene die Armaturen, Messund Regelgeräte. Das sehr gewissenhaft und sorgfältig zu tun ist extrem wichtig. Auf den Monitoren sehe ich, ob die Zusammensetzung der Stoffe korrekt ist. Im Stellraum werden sie den Kundenwünschen folgend angepasst: Mehr Methanol oder mehr Wasser – die Kunden haben immer ganz spezifische Wünsche. Diese müssen wir genauestens erfüllen und die Zusammensetzung dementsprechend ändern. Bevor das Formaldehyd zu den Kunden geht, entnehme ich eine Probe und gebe diese ins Labor. Denn Qualitätskontrolle ist wichtig. Der letzte Schritt ist die Verladung, bei der ich die fertigen Produkte gemeinsam mit meinen Kollegen in die Tankzüge verlade. Ab und zu fallen bei Betriebsstörungen außerdem kleinere Reparaturaufgaben an, für die ich dann auch zuständig bin. So gibt es immer neue Herausforderungen.

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