Mein Arbeitsplatz

Immer im Einsatz

"Das selbstbestimmte Arbeiten und die Vielfalt machen mir viel Spaß.", sagt Frank Pfeifer (37). Er ist Sicherheitsfachkraft bei SolarWorld in Freiberg.

Sven Doering/ Agentur Focus

26.06.2014
  • Von: Susanne Schneider-Kettelför

Hast du Arbeitsschutzschuhe an? Das ist so eine Standardfrage, wenn ich Besucher ins Werk führe. Mit zwei Kollegen bin ich verantwortlich für die Arbeitssicherheit in den SolarWorld AG Produktionsstandorten in Freiberg.

Mein Schwerpunkt ist der Brandschutz und der Schutz vor Gefahrstoffen. Freimessen, Atemschutz, Chemikalienschutzanzugübungen – da liegt mein Herzblut drin. Ich bin privat in der freiwilligen Feuerwehr. Das Soziale daran, helfen zu können, auch ein bisschen Abenteuer, das hat mir schon immer Spaß gemacht. Darüber bin ich bei SolarWorld auch zu meinem jetzigen Arbeitsplatz gekommen. Angefangen habe ich hier vor zwölf Jahren in der Schicht und mich zum Automatisierungstechniker weitergebildet. Wir haben damals viel gebaut, und mit meinen Erfahrungen in der freiwilligen Feuerwehr konnte ich mich immer mehr um die Brandschutzthemen kümmern. Letztlich habe ich dann bei der Berufsgenossenschaft den Abschluss zur Fachkraft für Sicherheit absolviert.

In meiner Arbeit kann ich selbst viel gestalten. Wir haben bei SolarWorld ein hohes Niveau im Arbeitsschutz, sind erst kürzlich mit dem Gütesiegel ›Sicher mit System‹ der Berufsgenossenschaft ausgezeichnet worden. Das selbstbestimmte Arbeiten und die Vielfalt machen mir Spaß. Was ich weniger mag, ist Bürokratie. Aber es braucht geschriebene Regeln. An Gefahrstoffen haben wir bei uns vor allem Flusssäure und Wasserstoff, der bei der Produktion entstehen kann. Ich kann nicht ständig selbst vor Ort sein, um zu messen. Also bilde ich die Leute dafür aus – das ist meine Strategie.
Wir haben einen stillgelegten Übungsbehälter, der früher in der Waferproduktion eingesetzt wurde und die Schneidflüssigkeit Slurry enthielt. An dem üben wir realistische Szenarien für das Freimessen und für den Personenschutz.

Für Gefährdungsbeurteilungen gehe ich vor Ort. Wenn Leute versuchen, etwas zu vertuschen, merke ich das. Meine Arbeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit hat viel mit Kommunikation zu tun. Du musst immer wieder vor Ort gehen und überzeugen – so wie in der Gewerkschaftsarbeit auch.

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