Gegen Rassismus und Ausgrenzung

Bunt statt Braun

Rund 17.000 Demonstranten trafen sich am 12. Januar an der Marktkirche in Hannover, um ein Zeichen gegen die Pegida-Bewegung in Deutschland zu setzen. Nach einem Friedensgebet zogen sie friedlich durch die Stadt bis zum Georgsplatz. Dort sprach unter anderem der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis.

Christian Burkert

Michael Vassiliadis spricht bei der Anti-Pegida-Demo in Hannover. Michael Vassiliadis spricht bei der Anti-Pegida-Demo in Hannover.
12.01.2015

Es war dunkel in Hannover am Montagabend. Wichtige Gebäude wie die Staatskanzlei oder das Neue Rathaus schalteten die Außenbeleuchtung aus - aus Protest gegen die Pegida/Hagida-Bewegung. Deshalb versammelten sich auch mehrere Tausend Menschen an und in der Marktkirche zum Friedensgebet und anschließender Gegendemonstration.

Auf dem Weg zum Georgsplatz waren zahlreiche Fahnen, Banner und Schilder zu sehen. Darunter viele der IG BCE, die sich an dem Protest beteiligte und zur Demonstration „Für eine solidarische und gerechte Gesellschaft“ aufrief.

  • Rund 17.000 Demonstranten trafen sich am 12. Januar 2015 in Hannover an der Marktirche.
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    Christian Burkert

    Rund 17.000 Demonstranten trafen sich am 12. Januar 2015 in Hannover an der Marktkirche...

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Mehrere Vertreter des breiten Bündnisses "Bunt statt Braun" aus Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und Verbänden ergriffen nach der Demonstration bei der Kundgebung das Wort. Unter ihnen auch der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis.

"Gewerkschaften haben nichts gemein mit Pegida oder Hagida oder wie sie sich immer nennen. Wir stehen an der Seite von Charlie Hebdo. Wir stehen an der Seite von allen, die wegen ihrer Überzeugung, ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder aus welchen Gründen auch immer diskriminiert, verfolgt und angegriffen werden, von wem auch immer", sagte Michael Vassiliadis auf dem Georgsplatz in Hannover.

„Wir werden dem Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit, dem religiösen Fundamentalismus und jeder Form von Extremismus nicht weichen", betonte Vassiliadis. "Unsere Werte und unsere Gesellschaftsordnung lassen wir uns und weder von religiös-fundamentalistischen Terroristen noch von Rechtsradikalen und Rechtsextremisten zerstören.“

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