Tipps für Azubis

Für Minderjährige: Vor der Ausbildung steht die „Erstuntersuchung“

Wenn du noch minderjährig bist, darfst du eine Ausbildung nur beginnen, wenn du dem Ausbildungsbetrieb eine Bescheinigung über eine ärztliche Erstuntersuchung vorlegst. Geregelt ist das in § 32 des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

15.08.2016
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Die Untersuchung kannst du bei einem beliebigen Allgemeinmediziner, am besten bei deinem Hausarzt, durchführen lassen. Dafür musst du dir vorher bei deinem Einwohnermeldeamt einen „Untersuchungsberechtigungsschein“ besorgen. Das Amt trägt darin deine persönlichen Daten und dein Alter ein. Den Schein legst du deinem Arzt vor. Dieser rechnet die Untersuchung dann mit der im jeweiligen Bundesamt zuständigen Stelle ab, in Hamburg beispielsweise mit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Wenn du ein Jahr nach Aufnahme der Ausbildung oder Beschäftigung noch nicht volljährig bist, musst du deinem Arbeitgeber bzw. deinem Ausbildungsbetrieb eine Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung vorlegen (nach § 33 Jugendarbeitsschutzgesetz). Diese Nachuntersuchung muss innerhalb der letzten drei Monate des ersten Ausbildungs- oder Beschäftigungsjahres stattfinden. Auch dafür musst du dir wieder einen Untersuchungsberechtigungsschein besorgen.

Du selbst musst weder beim Einwohnermeldeamt noch beim Arzt hierfür irgendwelche Gebühren zahlen. Die Ergebnisse der Untersuchung bekommst hinterher nur du (bzw. deine Eltern). Der Ausbildungsbetrieb/Arbeitgeber erhält lediglich eine Bescheinigung, ob du geeignet bist oder nicht.

Wichtig noch: Die Bescheinigung über die durchgeführte Erstuntersuchung brauchst du bei Minijobs oder einer nicht länger als zwei Monate dauernden Beschäftigung mit leichten Arbeiten, von denen keine gesundheitlichen Nachteile für dich zu befürchten sind, nicht vorzulegen.

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