Familie und Beruf

Mit Teilzeit in der Elternzeit

Beschäftigte können während der Elternzeit ganz aus dem Job aussteigen – und hinterher wieder einsteigen. Das kann problematisch sein, da sich im Berufsleben heute vieles rasch verändert. Besser ist es deshalb, wenn Mütter und Väter auch in der Elternzeit den Kontakt zum Betrieb nicht verlieren. Möglich ist das durch eine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung oder mit Teilzeit. 

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 Besser ist es, wenn Mütter und Väter auch in der Elternzeit den Kontakt zum Betrieb nicht verlieren

Einen Rechtsanspruch auf einen Teilzeitjob in der Elternzeit gibt es nur, wenn das Arbeitsverhältnis vor Beginn der gewünschten Teilzeit bereits mindestens sechs Monate bestand und die Firma mehr als 15 Arbeitnehmer hat. Auszubildende werden dabei nicht mitgerechnet. Zudem muss die wöchentliche Arbeitszeit zwischen 15 und 30 Stunden liegen.

Außerdem können Arbeitgeber in Ausnahmefällen "Nein" zum Antrag auf Arbeitszeitverkürzung sagen. Dafür müssen sie allerdings "dringende betriebliche Gründe" anführen. Ein allgemeines Veto nach dem Motto"Teilzeit passt nicht zu unserer Firma" zählt dabei nicht. Eltern können auch zunächst eine Zeit lang ganz aus dem Job aussteigen und sich danach für eine Teilzeitarbeit entscheiden. Das bringt allerdings größere Risiken mit sich.

Hat der Arbeitgeber nämlich erst einmal eine Ersatzkraft für die Elternzeit befristet eingestellt, gilt dies als anerkennenswerter Grund zur Ablehnung des Teilzeitwunsches.

In der Elternzeit ist auch eine Teilzeitarbeit in einer anderen Firma möglich. Dazu muss allerdings der Stammarbeitgeber sein Einverständnis geben. Aber: Auch in diesem Fall kann die Zustimmung nur aus "dringenden betrieblichen Gründen" verweigert werden.

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