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06.03.2012

Von: Rolf Winkel

Rechtsratgeber

Mutterschaftsgeld

Sozialversicherte Arbeitnehmerinnen müssen während der Mutterschutzfrist in den sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung in der Regel keine finanziellen Nachteile hinnehmen. Sie erhalten netto insgesamt genauso viel wie in den Monaten zuvor.

Sie beziehen allerdings ihr Einkommen aus zwei Quellen: Zum einen von ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Diese gewährt das so genannte Mutterschaftsgeld. Zum anderen von ihrem Arbeitgeber. Dieser zahlt einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Höhe: Das Mutterschaftsgeld beträgt in der Regel 13 Euro pro Kalendertag (es gibt aber niemals mehr als die Betroffene vorher netto verdient hat). Insgesamt kommen dabei im Normalfall während der gesamten Mutterschutzfrist 1287 Euro zusammen. Das Mutterschaftsgeld steht jedoch nur Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu. Aus diesem Grund gehen diejenigen, die nur einen Mini-Job ausüben und nicht selbst Mitglied einer Krankenkasse sind, beim Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse in der Regel leer aus (stattdessen erhalten sie das Mutterschaftsgeld des Bundesversicherungsamtes in Höhe von maximal 210 Euro, mehr Informationen finden Betroffene hier: ).

Dauer: Das Mutterschaftsgeld wird für sechs Wochen vor der Entbindung, für den Entbindungstag und für acht – bei Mehrlings- und Frühgeburten für zwölf – Wochen nach der Entbindung gezahlt.

Antrag: Mutterschaftsgeld beantragen Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Füllen Sie einfach die Rückseite der Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin aus und schicken Sie diese an Ihre Krankenkasse.

Frühgeburt: Nein. Wenn Sie beispielsweise 14 Tage früher entbinden als vorausgesagt, bekommen Sie nach der Entbindung entsprechend 14 Tage länger Mutterschaftsgeld. Die Zeit wird also angehangen. Das muss nicht gesondert beantragt werden, das macht die Kasse automatisch.

„Verspätete“ Geburt: Bei einer verspäteten Geburt bekommen Sie unterm Strich länger Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld wird dann ab dem Entbindungstag noch für acht Wochen gezahlt – auch das muss nicht gesondert beantragt werden.

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